Auch die dritte Critical Mass in Stade motivierte trotz des herbstlichen Wetters bei Regen, Wind und fast vergessener norddeutscher Kühle ausreichend Radfahrende auf die Straße. Wie zuletzt auch fanden sich mehr als 16 radfahrende Frauen, Männer und ein Kind zusammen für eine Radtour rings um den Stadtkern der Hansestadt. Die Zahl „16“ ist bedeutsam, weil erst dann sich ein Verbund von Radlern sich wie ein LKW oder auch ein Spielmannszug auf der Fahrbahn bewegen kann.

Dass die weltweite Bewegung der Critical Mass nun auch in Stade angekommen ist, wird vom Ortsverein der SPD Stade begrüßt. Zustande gekommen ist sie durch Mitwirkung interessierter Mitbürger*innen, die für eine Verbesserung der Radwegesituation ein Zeichen setzen wollen.

Das Ziel dieser überparteilichen Initiative besteht in allererster Linie darin, die Radfahrenden als vollwertige Mitglieder aller Verkehrsteilnehmenden sichtbar zu machen. Der Begriff des „Verkehrs“ wird häufig reduziert auf dessen motorisierten Anteil. Innerstädtisch aber bewegen sich die Menschen wesentlich vielfältiger – zu Fuß, per Roller, per Skateboard , per Rollator, per Rollstuhl, per E-Bike, per ÖPNV, per Auto oder per Fahrrad. Dabei gibt es niemanden, der für sich grundsätzlich „Vorfahrt“ beanspruchen kann.

Die nächste Radtour interessierter Bürger findet am 29.10. statt- und im Weiteren immer am letzten Montag eines Monats. Jede Mitbürgerin und jeder Mitbürger sind willkommen. Nähere Informationen und viele Impressionen gibt es unter http://criticalmass.in/stade