Frau Twestens Beweggründe, die Seiten zu wechseln, sind nun ausführlich von allen Seiten ausgeleuchtet worden, in der Presse und auch in den Social Media. Auch wurden viele Rückschlüsse auf ihren vermeintlichen Charakter gezogen, dem schließt sich die Stader SPD ausdrücklich nicht an, denn wir kennen sie nicht persönlich.

Wir sind vielmehr froh, dass Frau Twesten auf ihrer Suche nach einer echt tollen Funktion immerhin nicht Landrätin in Stade geworden ist. Wofür auch immer Frau Twesten in Zukunft kandidieren mag, es wird hoffentlich vom Wähler entsprechend honoriert werden.

Nun gut, das Mandat, welches Frau Twesten über die Liste  und keineswegs persönlich erlangt hat, wird nun der CDU zu Gute kommen.

Die offene Freude, die das MdB Oliver Grundmann über dieses vielleicht nicht so ganz überraschende „Geschenk“ äußert, ist zu tiefst menschlich und wäre im umgekehrten Fall bestimmt auch auf SPD-Seite vorhanden.

Zu bedenken ist allerdings, dass damit der Wählerwille gebeugt wird. Das Mandat für die Regierungsbildung liegt und lag bei Rot-Grün, das ist Faktum. Herr Grundmann sollte sich also wohl überlegen, welchen Schaden er anrichtet für Demokratie und Demokratieverständnis mit seinem Jubel für diese zweifelhafte Operation. Besonders wenn der Jubel in der ihm eigenen Art mit einer gewissen Häme, vielleicht auch Arroganz vorgetragen wird. Das gehört sich nicht für ein Mitglied des Bundestages!

Wir, die SPD Stade, setzen uns ein für sofortige Neuwahlen. In unserer Demokratie entscheidet letztendlich der Souverän über unser Land, diese Entscheidung darf nicht in einem Hinterzimmer gefällt werden. Der Ortsverein Stade der SPD steht voll hinter seinem Kandidaten für den Bundestag, Oliver Kellmer und seiner Kandidatin für den niedersächsischen Landtag, Petra Tiemann. Wir sind voll motiviert, jetzt in beide Wahlkämpfe zu gehen!

Thomas Brückner

Pressesprecher OV Stade