Am 27.7.2017 traf sich die ASF zum Themenabend Fast Fashion im Bürgerbüro. Die Gruppe diskutierte über Ursachen und Folgen des Kaufverhaltens im Zeitalter der schnelllebigen Mode – schnell und günstig gekauft, schnell wieder ausrangiert. Für die modeproduzierenden Billiglohnländer konnten positive und negative Auswirkungen festgestellt werden:  als Pionierbranche hilft die Textilproduktion einerseits die wirtschaftliche Entwicklung dort voranzubringen und die gesellschaftliche Rolle der Frau als Geldverdienerin zu stärken, aber dies wird mindestens zu Beginn mit unmenschlichen Arbeitsbedingungen und verheerenden Umweltauswirkungen eingekauft.

Was können wir als Käufer in einem reichen Land tun?  Wir können auf der persönlichen Entscheidungsebene versuchen, langlebigere Produkte zu fördern und zu fordern. Auf der politischen Ebene können wir auf fairen Einkauf hinwirken: kein Steuergeld für unfair produzierte Waren! Öffentliche Arbeitgeber wie Kommunen oder die Bundeswehr kaufen besonders viele Textilien in Form von Arbeitsbekleidung ein. Sollten die zugrundeliegenden Ausschreibungen soziale und umweltfreundliche Kriterien genauso berücksichtigen wie den Preis? Können wir über den Stadtrat und den Kreistag Einfluss nehmen? Diese und weitere Fragen will die ASF weiterverfolgen.