In vielen Städten streiten sich Verkehrsplaner darüber, wie man das Fahrradfahren attraktiver, schneller und zugleich sicherer gestalten kann. Es gibt unterschiedliche Konzepte. Manchmal wird der Radfahrer auf eigens für ihn markierte Streifen auf die Fahrbahn geführt, so dass sich Autos und Radfahrer quasi hautnah begegnen. Anderenorts favorisiert man die eher traditionelle Teilung des Bürgersteigs in Radstreifen und Fußgängerbereich. In allen Fällen gilt es einen Kompromiss zu finden zwischen den Bedürfnissen der unterschiedlichen Verkehrsteilnehmer.
Neu entflammt ist die Diskussion insbesondere durch die zunehmende Zahl an Pedelecs im Straßenbild, mit denen mühelos und dauerhaft Geschwindigkeiten von 25 km/h erreicht werden. Der Radfahrer wird dadurch zu einem Verkehrsteilnehmer, der weder zu Fußgängern noch zum Autofahrer passt. Die Begegnung im gleichen Verkehrsraum birgt Konflikte und Unfallgefahren.
Es verlangt daher nach Konzepten, welche den unterschiedlichen Ansprüchen der Verkehrsteilnehmer weitestgehend genügt. Ein solches Konzept ist im gegenwärtigen Radwegenetz der Stadt Stade und ihrer Ortsteile nicht oder nur in Ansätzen wahrnehmbar. Entlang neu gebauter oder sanierter Straßenzüge findet man vermehrt rot gepflasterte Bereiche, welche offenbar für den Radfahrer reserviert sind. Doch genügt das?
Der Ortsverein der SPD in Stade setzt sich unter anderem zum Ziel, die Stadt Stade wie auch das nähere Umland mit seinen Ortschaften und angrenzenden Peripherien zu einer fahrradfreundlichen Region zu gestalten. Zu diesem Zweck wurde ein Arbeitskreis gegründet, welcher die notwendigen Maßnahmen nach Prioritäten und Machbarkeit zusammenfasst und dem Stadtrat als Planungshilfe vorlegen wird.
Dafür sind die individuellen Erfahrungen und Wünsche aller Verkehrsteilnehmer/innen von großer Bedeutung. Deswegen ruft der Ortsverein der SPD alle Mitbürgerinnen und Mitbürger dazu auf, ihre persönlichen Erlebnisse und Beobachtungen kundzutun.
Insbesondere interessieren dabei Aspekte, welche zu einer Verbesserung der Fahrradnutzung beitragen. Gleichwohl von Interesse aber sind Erfahrungen aller Verkehrsteilnehmer. Zum Beispiel mag es Bereiche geben, welche zwischen Radfahrern und Fußgängern bzw. Autofahren ein hohes Konfliktpotential aufweisen.
Alles ist von Belang! Sei es ein Schlagloch, zu wenige Stellplätze, ungünstige Streckenführungen, fehlende Beschilderung, riskante Fahrbahnquerungen, schwierige Einsichtnahme und so weiter.

Interessierte können ihre Anmerkungen per E-Mail an fahrrad@spdstade.de oder aber auch schriftlich an das SPD-Bürgerbüro (21682 Stade, Seminarstraße 3) senden.
Aus den Beiträgen – mit möglichst genauer Ortsbeschreibung – wird eine „verkehrspolitische Fahrradtour“ zusammengestellt, die anlässlich des 200. Geburtstags des Fahrrads im Sommer dieses Jahres in Planung ist. Der genaue Termin wird über die Tageszeitungen und der Homepage der SPD Stade (www.spdstade.de) noch bekannt gegeben.