Die Anzahl der Spielgeräte mit Gewinnmöglichkeiten in Stade ist nach den Antworten der Verwaltung auf Anfragen der SPD in den letzten Jahren kontunierlich und stark gestiegen.


Im Zeitpunkt des Inkrafttretens der aktuellen Vergnügungsteuersatzung zum 01.01.2009 gab es in Stade 189 Spielgeräte mit Gewinnmöglichkeiten, 2010 schon 202, 2011 204 und aktuell bereits 244. Das ist ein Anstieg von 30 %.

Die mittlerweile vier Repräsentativbefragungen der BZgA (2007 bis 2013) unter 16- bis 65-Jährigen und die Studie „Pathologisches Glücksspiel und Epidemiologie“ (PAGE) von 2011 hat sich die Datenlage zur Verbreitung des Pathologischen Glücksspiels in Deutschland in den letzten Jahren wesentlich verbessert.

Auch die ambulante Beratungsnachfrage durch süchtige Spieler hat zugenommen. Bisher ist noch unklar, ob dies auf eine Zunahme von pathologischen Glücksspielern in Deutschland insgesamt oder auf bessere Zugänge zur Beratung zurückzuführen ist. Ein erfreulicher Faktor ist, dass zahlreiche Suchtberatungsstellen sich dieses Themas explizit angenommen haben und vermehrt spezifische Expertise vorhalten. Zudem wachsendas Bewusstsein und die Sensibilität für pathologisches Glücksspielverhalten in der Bevölkerung und damit auch unter Spielern und Angehörigen.
Im Jahr 2011 wurden hochgerechnet gut 15.000 Glücksspieler in ambulanten Suchtberatungsstellen betreut. Hinzu kamen rund 2.000 Personen in stationärer Therapie. Der überwiegende Anteil (knapp 75 Prozent) der ratsuchenden Spieler spielte an Geldspielautomaten.

Die Nutzung von Geldspielautomaten hat seit 2007 insgesamt immer weiter zugenommen. 2013 betrug die 12-Monats-Prävalenz hier 3,7 Prozent. Der Anstieg fiel wiederum besonders deutlich in der Altersgruppe der 18- bis 20-jährigen männlichen Befragten aus: Seit 2007 hat sich die Spielprävalenz hier etwa vervierfacht (2007: 5,8 Prozent, 2013: 23,5 Prozent). Bei den 16- bis 17-jährigen Jungen
ging das Spielen an Geldspielautomaten dagegen leicht zurück (2011: 6,8 Prozent, 2013: 4 Prozent).

 

Drogen- und Suchtbericht, Juli 2014, www.drogenbeauftragte.de